Zukunftsmarkt Windenergie: Die wichtigsten Zukunftsplayer auf dem Markt

Eike Wenzel 7. Februar 2010

In einer multipolaren Welt, in der künftig mehrere Zentren über die Zukunft entscheiden, wird auch die Energieproduktion zu einem Geschäft, an dem viele partizipieren möchten. Was die Dynamik der Neuinstallationen von Windkraftanlagen angeht, haben Länder wie China und Indien, aber auch die USA deutlich aufgeholt. Im Jahr 2008 sind die USA erstmals an dem bisherigen Marktführer Deutschland vorbei gezogen. Seit vergangenem Jahr verfügt die USA über einen Anteil von 20,8 % an der gesamten Windenergieerzeugung auf der Welt.

Asien: Speziell Schwellenländer wie China und Indien begeben sich auf die Überholspur. Was die Investitionen in Öko-Energie angeht liegt China (12 Milliarden US-Dollar) inzwischen weltweit an zweiter Stelle, hinter Deutschland (14 Milliarden US-Dollar) und den USA (10 Milliarden US-Dollar). Die bedeutendsten Akteure auf dem chinesischen Windmarkt sind derzeit die Windturbinen-Hersteller Sinovel Wind (www.sinovel.com/index.html) und Goldwind (www.goldwind.cn). Im indischen Pune sitzt mit der Firma Suzlon Energy Ltd. (www.suzlon.com) der derzeit größte asiatische und weltweit fünftgrößte Windturbinen-Hersteller.

USA: Ein aktuell im Bau befindliches Windenergieprojekt in Texas gilt als die größte amerikanisch-asiatische Kooperation in der Wirtschaftsgeschichte. 1,5 Milliarden US-Dollar werden investiert, ab 2011 sollen in einem 15.000 Hektar großen Windpark 600 Megawatt Strom produziert werden. Beteiligte Firmen: U.a. Cielo Wind Power LP (www.cielo-wind.com), Shenyang Power Group und A-Power Energy, die für den Bau der 250 Turbinen sorgen wird. Zulieferfirmen sind General Electric, Fuhrländer und Norwin.

Deutschland: Der größte deutsche Hersteller von Windkraftanlagen ist die Enercon GmbH in Aurich/Ostfriesland. Die PNE WIND AG sitzt in Cuxhaven und hat sich auf Onshore- und Offshore-Windprojekte spezialisiert. Durch Joint Ventures ist die PNE WIND AG inzwischen auch auf dynamischen Wachstumsmärkten in Ungarn, Türkei, Großbritannien, Irland, Kanada, Bulgarien und Rumänien vertreten. Was den Offshore-Windmarkt angeht, arbeitet die PNE Wind AG gerade an 3 großen Vorhaben in Deutschland. Für den Bereich Offshore-Windkraft wird aktuell der Einstieg in das Auslandsgeschäft geprüft.

Dänemark: Anfang des Jahres hat der dänische Energiekonzern DONG Energy (www.dongenergy.com) den weltweit bislang größten Auftrag über die Lieferung von Offshore-Windenergieanlagen an Siemens (Division Renewable Energy) vergeben. Der Abschluss umfasst insgesamt 500 Offshore-Windturbinen mit einer Gesamtleistung bis zu 1.800 MW. DONG Energy hat hat bis heute etwa die Hälfte aller Offshore-Windparks erstellt. Siemens unterstreicht mit diesem Abschluss seine international führende Rolle im Bereich der Offshore-Windenergie.

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