Der Siegeszug der Automaten geht weiter – Auf den Unterwegsmärkten wächst der Wunsch nach immerbereiten Qualitätsangeboten

Eike Wenzel 1. Februar 2010

Inzwischen gibt es in Europa etwa 3,7 Millionen Verkaufsautomaten, von denen allein 512.800 in Deutschland stehen. Die hiesige Automatenwirtschaft konnte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 5% verzeichnen, ein Anstieg auf 2,2 Milliarden Euro. Der Großteil des Umsatzes wird dabei immer noch von den Lebensmittel-Automaten gemacht: Für insgesamt 442 Millionen Euro aßen und tranken die mobilen Konsumenten aus Automaten. Das Angebot beim Automatekonsum geht inzwischen weit über einfache Snack, fettige Chips und alte Süßwaren hinaus.

Qualitätsoffensive durch Real-Time-Ferndiagnose
Um Qualität und Frische der Waren zu garantieren, greifen die Automatenanbieter neuerdings immer häufiger auf so genannte telemetrische Anwendungen zurück. Damit wird es möglich Füllstände und Verkaufsdaten sowie mögliche Temperaturschwankungen der Automaten aus der Ferne in Echtzeit zu überwachen. Etwa 70% der Schulen in Deutschland setzen mittlerweile auf die digitale Frische-Kontrolle. In vielen Schulautomaten befindet sich ausschließlich Bio-Qualität. Weitere Beispiele:

- Genuss-Garantie durch GPRS: Die „Genussautomaten“ des süddeutschen Automaten-Herstellers Stüwer versprechen den Automatenkunden höchste Qualität und viele Gaumenfreuden (www.stuewer.de). Der innovative Automat ist eine Mischung aus dem Kühlschrank und einer Mikrowelle, die mit GPRS-Technik ausgestattet über einen normalen 220-Volt-Stormkreislauf funktioniert. 88 Menüs passen maximal in den Genussautomaten, die Fertigmenüse sind sogar von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) prämiert. Die Zubereitungszeit für ein Menü liegt bei knapp 2 Minuten. Es gibt Suppen, Eintöpfe, Fisch- und Fleischgerichte sowie Pastamenüs, die allesamt ohne künstliche Farbstoffe, Geschmacksverstärker und E-Stoffe auskommen. Fehlbestellungen und leere Automaten gibt es keine mehr, per Mail oder über eine spezielle Weboberfläche wird der Bestand ständig kontrolliert.

- Regionales aus dem Automaten: Ebenfalls von Stüwer mit der smarten Zukunftstechnik ausgestattet ist der „Regiomat“. Das Konzept setzt ganz auf den Trend zur Regionalität und bietet den landwirtschaftlichen Erzeugern die Möglichkeit, ihre Produkte direkt und ohne Umwege über Zwischenhändler an die Konsumenten zu bringen. Inzwischen bieten Landwirte in 13 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ihre Erzeugnisse 24 Stunden und 7 Tage die Woche über die Agrar-Automaten an. Ob Kartoffeln, Milch, Wurst, Butter oder Eier – alles ist immer garantiert frisch. In der Schweiz sind rund 30 km des bekannten Touristenpfades „Gommer Höhenweg“ mit „Regiomat-Erholungsinseln“ ausgestattet.

Trendlearning: Die Automatenwirtschaft hat sich in den letzten Jahren immer weiter von dem ungesunden Süßwaren-Image entfernt. Ein hohes Maß an Convenience, hochwertige Qualitätsprodukte und durch die wachsende Verbreitung immer häufiger auch nützliche Angebote zum richtigen Zeitpunkt zeichnen die moderne Automatenkultur aus.

Social-Bookmark:
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben