Die Zukunft der Landwirtschaft: Spezialitäten statt Regio-Convenience

Eike Wenzel 24. Januar 2010

Die verstärkte Vermarktung von Produkten aus der Region bietet neue Perspektiven und Geschäftschancen für die Landwirtschaft. Während bislang auf dem Markt in erster Linie regionale Convenience-Produkte nachgefragt waren, geht es in Zukunft um regional-authentische Spezialitäten.

>> Bestes Beispiel: Der Markenerfolg des Schwäbisch-Hällischen Landschweins. Lange war es vom Aussterben bedroht, bis sich die „Züchterverinigung Schwäbisch Hällisches Schwein“ der Züchtung und Vermarktung annahm. Das Qualitätsschwein kommt ausschließlich von hohenlohischen Bauernhöfen, die der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall (BESH) angehören. Sie gehörte zu den ersten, die bereits Ende der 1980er tiergerechte Haltung von Nutztieren einführte und auf Antibiotika und Leistungsförderer im Futter verzichtete. Nach wie vor müssen sich die Mitglieder an strenge Richtlinien halten: gentechnische Zuchtmethoden und Masthilfsmittel sind verboten, die Haltungsbedingungen sind klar geregelt und beinhalten artgerechte Haltung in luftigen hellen Ställen, zum Teil mit Auslauf ebenso wie pflanzliche Fütterungsmittel, die zu mindestens 80% aus Baden-Württemberg kommen. Seit 1998 ist das Schwäbisch-Hällische Qualitätsschweinefleisch als geschützte geografische Angabe eingetragen. Die BESH beschäftigt heute rund 250 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 75 Millionen Euro (www.besh.de).

Social-Bookmark:
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben