Wer heutzutage auf zukunftsorientierte Berufe bzw. gut bezahlte Arbeitsplätze setzten möchte, muss sich schon bei der Wahl des Ausbildungsweges mit dem Gedanken befassen, welche Jobs auf lange Sicht das Potenzial für zukunftsorientierte Berufe vorweisen.
Wir zeigen Ihnen einige zukunftsorientierte Berufe, mit Aussicht auf ein erfolgreiches Berufsleben.
Wenn es um die Umwelt geht, zeigen sich Londons Bewohner recht uneins: Einerseits wollen laut Meinungsumfragen viele von ihnen mehr für den Umweltschutz tun. Andererseits will man seinen Lebensstil auch nicht einschränken. Viele Briten - Frauen wie Männer, vor allem aber Jüngere - wissen allerdings auch gar nicht genau, wie sie einen echten Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten können. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 18- bis 29-Jährige bei dieser Frage zehnmal mehr verunsichert sind als 30- bis 50-Jährige. Und während 32 % der über 50-Jährigen angeben, so viel wie möglich zu tun, um die Umwelt zu schützen, sagen das nur 17 % der 18- bis 29-Jährigen von sich. Ein entscheidendes Problem insbesondere viel beschäftigter Stadtbewohner ist der Mangel an Zeit und Informationen. Und genau da greifen zukunftsorientierte Berufe wie zum Beispiel die neuen "Green Concierges", die man in London immer öfter antrifft.
Zukunftsorientierte Berufe wie die Green Concierges sind Vorreiter in der Welt der Dienstleistungen (ihre Bezeichung stammt natürlich aus den USA, wo man die neuen Servicekräfte für so ziemlich alles anheuern kann). Green Concierge Travel etwa bieten weit mehr als nur die Organisation umweltfreundlicher Zugfahrten. Egal, ob privat unterwegs oder auf Geschäftsreise: Green Concierge Travel ermöglicht seinen Kunden, jene Unternehmen zu unterstützen, die sie auch zuhause nutzen würden: vom umweltfreundlichen Reinigungsservice, der auf giftige Chemikalien verzichtet, bis zum Restaurant, das auf lokale Erzeuger oder nachhaltige Fischerei setzt. Die Full-Service- Agentur erfüllt alle Ansprüche umweltbewusster Reisender und hält sich dabei strikt an die Standards der International EcoTourism Society.
Auch in Großbritannien trifft man inzwischen in vielen Bereichen - von Privathaushalten bis zur öffentlichen Hand - auf die grünen Concierges. Mit Sicherheit ein zukunftsorientierter Beruf, denn ihr Tätigkeitsfeld entwickelt sich zu einem der gefragtesten seiner Zeit. Jetzt hat die britische Regierung ihren Ministern befohlen, künftig bei allen Entscheidungen wie dem Bau neuer Straßen, Wohnungen oder Kraftwerke auch die Klima- Kosten berechnen zu lassen. Pro Tonne ausgestoßenem CO2 müssen nun 25,50 Pfund zusätzlich für die Gesamtkosten neuer Infrastrukturmaßnahmen veranschlagt werden. Kostete der Bau eines Kraftwerks bisher 1 Mrd. Pfund, kommen dann weitere 200 Mio. Pfund für den verursachten CO2- Ausstoß hinzu.
Immer mehr private Haushalte setzen auf umweltkompetente Dienstleister als Energieberater. Weil London seinen CO2-Ausstoß bis 2025 um 60 % reduzieren will, hat der Bürgermeister jüngst den so genannten Green Homes Service ins Leben gerufen, der den Bewohnern helfen soll, die Treibhausgas-Emissionen zu verringern. Der Green Homes Service bietet nicht nur kostenlose telefonische Beratung und eine Website mit umfangreichen Informationen, für 300 Euro im Jahr bekommen Hausbesitzer auch den Komfort eines persönlichen Green Concierge: Das Service- Package umfasst eine Reihe auf den Kunden zugeschnittener Maßnahmen zur klimafreundlichen Optimierung des Lebensstils: vom individuellen Immobilien-Audit (Wärmebild per Infrarotkamera, Luftdurchlässigkeitstest für Türen etc.) bis zum Empfehlungskatalog zur Reduktion von Emissionen sowie auf Wunsch das komplette Management eines Emissionseinsparungsplans.
Londons "Green Concierge Service" schafft neue zukunftsorientierte Berufe und ist ein Angebot des aufs Lifestyle Management spezialisierten Kooperationspartners Ten UK. Dessen Kunden sind zugegebenermaßen in der Regel Vielflieger und Besitzer PS- starker Oberklassewagen. Viele wollen dennoch als umweltbewusst gelten und auf Dinnerpartys mitreden können, wenn es darum geht, wie man geschickt seinen ökologischen Fußabdruck minimiert."Aber es ist nicht unser Job, darüber zu urteilen", sagt Ten-Mitbegründer Andrew Long. "Wir sagen niemandem, dass er mit dem Fliegen aufhören soll, sondern, wenn er will, wie er zumindest die CO2-Bilanz seines Hauses verbessern kann. Denn gar nichts zu tun, ist inakzeptabel." Der staatlich geförderte Service wird in den nächsten Jahren voraussichtlich landesweit zum Standard, ein weiterer Vorteil dadurch entstehen immer mehr zukunftsorientierte Berufe, denn die Nachfrage nach grünen Concierges steigt unaufhaltsam weiter.
Corporate Social Responsability (CSR) ist heute zunehmend fester Bestandteil der Unternehmenskulturen. Längst schließen sich marktwirtschaftliche Interessen und soziales Engagement nicht mehr aus. Neue Typen der Entrepreneurship entstehen in diesem Kontext, für die gesellschaftliches Engagement, Freude an der Arbeit und Geldverdienen kein Widerspruch sind. Hilfe in der richtigen Kommunikation des sozialen Engagements mit Mitarbeitern und der Öffentlichkeit bietet Charity-Label.
Gutes tun und Gewinne generieren.Charity-Label ist eine Plattform, auf der sozial engagierte Unternehmen sowie soziale, ehrenamtliche, städtische oder Private- Public-Projekte sich vorstellen und zusammentreffen können. Neben der Präsentation der Projekte können Unternehmen und Organisationen mit dem eigenen Label "We Care" zeigen, dass sie sozial aktiv sind. Um Transparenz und Unabhängigkeit zu wahren, ist Charity-Label werbefrei. Das 2006 an den Start gegangene Netzwerk finanziert sich über Unternehmen, die die Seite zur Präsentation ihres CSR- Engagements nutzen wollen. Auch wenn Firmen mit dem Label "We Care" werben wollen, müssen sie zahlen. Der Preis richtet sich nach Firmengröße und Anzahl der Projektseiten. Anerkannte Hilfsorganisationen, aktive Bürger oder städtische Projekte dürfen hingegen kostenfrei die Dienste von Charity-Label nutzen.
IBM, Ritter Sport,Adecco,O2 oder Marriott International gehören unter anderem bereits zu den Nutzern der Plattform.Wasserfilterhersteller Brita wirbt mit dem We- Care-Label auf der Internetseite, und auch Rossmann verwendet das Label zur Imagepflege, etwa in seinem Kundenmagazin. Marriott International nutzt Charity-Label hingegen auch in der internen Unternehmenskommunikation (siehe hierzu auch Zukunftsletter 12/2007 "CSR-Offices: Die neue Professionalisierung des Moral- Marketings").
Interesse und Engagement der Kunden steigen. Neben den Unternehmen sind es vor allem Hilfsorganisationen, Stadt- und Bürgerprojekte, Schulen sowie Jugendgruppen, die einen Nutzen aus dem Netzwerk ziehen. Auch Privatpersonen profitieren direkt von der Plattform, indem sie etwa über die Standort- und Filialsuche engagierte Firmen und Projekte vor Ort ausfindig machen können. Für die Unternehmen ein nicht zu verachtender Aspekt, haben doch laut Angaben von Charity-Label immerhin schon 30 % der deutschen Konsumenten eine andere Marke ausprobiert oder gar die Marke gewechselt, wenn der Hersteller soziales Engagement dokumentierte (www.charity- label.com).
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