Wenn Sie in Zukunft das große Geld verdienen möchten, sollten Sie auf dem Laufenden bleiben. Es gilt die Zukunftsmärkte zu erkennen und sich möglichst optimal zu positionieren.
Das Web 2.0 ist großartig. Es ist aber auch grausam. Denn in Zeiten beschleunigter Produktzyklen und allgemeiner Verfügbarkeit von (fast) allem sind die Unternehmen einem Wettbewerbs- und Anpassungsdruck ausgesetzt, der noch nie so groß und schnelllebig war wie heute. Social Commerce steckt zwar noch in den Kinderschuhen, wird aber für erfolgreiche Geschäfte immer wichtiger. Die Devise für künftigen Erfolg in den sich wandelnden Märkten lautet: "Survival of the most talked about!". Im Web 2.0 muss sich das Marketing der Zukunft immer schneller und passgenauer auf veränderte Kommunikationsgewohnheiten und Lebensstile einstellen.
Die (stille) Revolution des Social Commerce lässt sich an nackten Zahlen festmachen. eBay als Gewinner der ersten E- Commerce-Welle hat derzeit massiv mit einem Angebots- und Nachfrageschwund zu kämpfen. Im 2. Quartal 2007 waren auf der Handelsplattform 15% weniger Artikel zu ersteigern als im gleichen Vorjahreszeitraum. EBays Problem: Power-Seller schimpfen über fehlenden Service, hohe Gebühren, und das Vertrauen sinkt vor allem aufgrund mangelnder Kommunikation. Einfach nur Sterne zu vergeben reicht heute nicht mehr aus.
Vor allem Social-Commerce-Websites wie ciao.de und dooyoo.de machen eBay derzeit das Leben schwer. 38 Mio. Menschen schauen inzwischen monatlich bei ciao.de vorbei, vergleichen Preise und tauschen Erfahrungsberichte über ca. 2 Mio. verschiedene Produkte aus. Bei dooyoo.de berät sich die Community über 1,2 Mio. Artikel und bringt Käufer und Verkäufer gebührenfrei zusammen. Auch in den USA sind die rund ein Dutzend neuen Social- Commerce- Seiten wie kaboodle.com, shopwiki.com oder thisnext.com die neuen Lieblinge der kauf- und mitteilungsfreudigen User.
Um weiter attraktiv zu bleiben, ist eBay dazu verdammt, seine Seite fitter für Social Commerce zu machen. Mit dem MyWorld-Portal wurde Community-Elementen mehr Platz eingeräumt. Zudem soll man künftig die eigene eBay-Seite mit Seiten wie MySpace oder mit Blogs verknüpfen können. Das Credo des Socializing ist aber auch für Hersteller und Versender von wachsender Bedeutung: Jeremy Dalnes beispielsweise,Vize-Chef des E-Commerce-Geschäfts von Panasonic in Nordamerika, beantwortet Kundenanfragen persönlich - die daraus resultierende Kundenzufriedenheit spricht sich rum.
Social Commerce bedeutet einen Wandel vom angebotsorientierten zum nachfrageorientierten Service. Mehr Auswahl, mehr Partizipation, mehr Einkaufserlebnis, mehr Kommunikation: Das ist es, was sich die Kunden in Zukunft wünschen. So hat der zweitgrößte E-Commerce- Händler der Welt, Otto.de, jüngst in der Erklärung für die Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2006/2007 angekündigt, die "Innovationsoffensive eShopping 2.0" auch im laufenden Geschäftsjahr weiter zu forcieren.
Auch Frosta, Produzent von Tiefkühlkost, geht mit den neuen Herausforderungen des Social Web ganz offensiv um. Im Webtagebuch www.frosta-blog.de kommunizieren Mitarbeiter des Unternehmens bis hin zum Vorstand mit Kunden. Das Credo:"Wir möchten auf diese Weise offen, ehrlich und aus erster Hand über die Marke Frosta berichten." Das ist nicht dumm, denn laut einer Studie von MediaLab vertrauen über 75 % der Verbraucher bei der Produktauswahl auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten,wohingegen sich laut Nielsen Media Research nur rund 12 % der Fernsehzuschauer an einen Werbespot erinnern können.
Energie ist knapp und teurer. Energie ist das Zukunftsthema schlechthin. Ein vorausschauendes unternehmerisches Energiemanagement entscheidet künftig darüber, wer auf dem Weltmarkt erfolgreich ist und wer nicht. Erste Unternehmen begeben sich auf das Zukunftsfeld und reüssieren mit Energie-Consulting. Ein neuer Markt lockt.
Ursprünglich war die Energie Consulting GmbH (ECG) eine von vielen Abteilungen der Badischen Stahlwerke, zuständig für den Stromeinkauf der Konzernmutter. Doch schon seit 1986 berät das Spin-off vor allem mittelständische Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe. Die Kundenliste reicht vom Axel Springer Verlag über die Lufthansa bis zur Wella AG. Überall wird der Energieaufwand ein immer größerer Kostenfaktor. Und die ECG hilft ihren Kunden, durch konsequentes Energiemanagement Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Zugleich entwickelt sie neue Lösungen für das Umweltmanagement und die wirtschaftliche Gestaltung der Energieversorgung (www.ecg-kehl.de).
So berät die ECG z. B. seit 2 Jahren die Deutschen Edelstahlwerke in Siegen. Die verbrauchen jährlich 1 Terawattstunde Strom, so viel wie die Stadt Siegen selbst. Mit Unterstützung der Berater gelingt es Firmen wie den Stahlwerken, die Kosten für Energie, Wasser, Abwasser und Abfall nachhaltig zu senken. Und die Optimierung macht sich auch für die ECG bezahlt: Sie erwirtschaftet heute mit nur 30 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 4 Mio. Euro und verfügt über ein Beraternetzwerk in 14 europäischen Ländern.
Kern des Geschäftsmodells sind sog. Einkaufsringe: Mithilfe der ECG schließen sich Unternehmen zusammen, um ihre Verhandlungsmacht gegenüber den Versorgern zu bündeln und günstigere Einkaufspreise zu erzielen. Heute betreut die ECG bundesweit 32 solcher Einkaufsgemeinschaften für Strom, Erdgas, technische Gase und zur Abfallentsorgung. Über 800 Unternehmen sind daran beteiligt. Damit ist die ECG führend bei der Bündelung von Sondervertrags- und Tarifkunden.
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