Erst Sägezahnkonjunktur, dann Aufschwung. Geldmarktzins, Euro-Außenwert und US-Einkaufsmanager-Index steigen. Indizien dafür, dass wir in der Talsohle angekommen sind. Vor uns liegt die Sägezahnkonjunktur, von niedrigem Niveau aus wird es mal aufwärts, mal abwärts, dann wieder aufwärts gehen. Grund sind in rascher Folge auftretende Nachfrageimpulse, weil Läger leer sind und wieder aufgefüllt werden müssen. Der Aufbruch zu einem neuen Aufschwung der Wirtschaft 2010 wird erst Mitte 2010 kommen. Rechnen Sie dann mit BIP-Wachstumsraten von 0,5 bis 1,1 Prozent.
Die Zentralbanken haben die Märkte mit frischem Geld überflutet. Der Staat bringt mit seinem Konsum überdurchschnittlich viel Geld in Umlauf. Derzeit verschwindet viel von diesem Geld wieder aus dem Kreislauf, weil es gehortet wird – etwa auf Tagesgeldkonten. Effekt: kurzfristige Deflation. Aber: Das Mehr an Geld wird auf die Preise und die Wirtschaft 2010 durchschlagen, sobald die Krise vorüber ist. Dann ist die zusätzliche Nachfrage mit so viel Geld gewappnet, dass steigende Preise unausweichlich sind. Folge: Inflation von 3,5 bis 10 Prozent ab 2011.
Der Ölpreis wird wieder steigen. Auch die Rekordmarke von 147 US-Dollar/Barrel wird wieder erreicht. Der Preis steigt schnell und schockartig. Zwar sinkt derzeit noch die Nachfrage, und die US-Läger sind so voll wie nie zuvor – doch schon ein leichtes Anziehen der Konjunktur auf die Wirtschaft 2010 wird den Preis auf um die 100 USDollar pro Barrel hochschnellen lassen. Damit sollten Sie im Jahr 2010 rechnen. Hintergrund dazu: In der Ölbranche sind Mitarbeiter, Material und neue Fördergebiete knapp. Zusätzliche Nachfrage kann nicht durch eine Mengenausweitung aufgefangen werden – nur der höhere Preis kann die Zusatznachfrage abfangen.
3 Beispiele, wie Sie die Vorteile des Internets am PoS nutzen können
Kunden, die heute einen Laden betreten, sind meist besser über Produkte und Preise informiert als der Verkäufer selbst. Ähnlich wie also beim Arzt, der bereits seit längerer Zeit vermehrt auf Patienten trifft, die sich vorher informieren, mit anderen vernetzen und ihm auf Augenhöhe gegenübertreten, wird sich auch die Rolle des Verkäufers deutlich verändern: Als Moderator der Kundengespräche muss er künftig vor allem Schnittstellen zur Online-Welt der Wirtschaft 2010 herstellen und diese einfach und sichtbar am Point-of-Sale platzieren.
Der Multi-Kanal-Händler für Flachbildfernseher und Projektoren „Mediastar“ baut ehemalige Gewerbeimmobilien deutschlandweit zu riesigen Vergleichscentern aus. Kunden können in „Europas größtem Beamer-Direktvergleichsraum“ nicht nur unzählige Produkte der gängigsten Markenhersteller in aller Ruhe gegeneinander testen. „Mediastar“ hat auch keine Angst vor der Internetkonkurrenz. An Online-Terminals können Kunden auf Preisvergleichs- und Bewertungsplattformen Web-Angebote mit den Preisen am Point-of-Sale vergleichen. Selbst wenn kleine Differenzen ausfindig gemacht werden, punktet der Fachhändler immer noch mit Beratung und Service vor Ort (www.mediastar.de).
Die Unübersichtlichkeit von Bahnhofsbuchhandlungen hält eilige Reisende häufig davon ab, noch schnell die aktuelle Tageszeitung mitzunehmen. Das Stöbern nach dem Lieblingsblatt kann sich an Mobilitätsschnittstellen wie Bahnhöfen oder Flughäfen kaum jemand mehr leisten. Zu eng ist der Alltag in der 24/7-Gesellschaft durchgetaktet. Print-on-Demand-Services am Verkaufsort könnten nun Abhilfe leisten. „Valora Retail Deutschland“, Marktführer im deutschen Bahnhofsbuchhandel, richtet in immer mehr Bahnhofsfilialen Touchscreen-Monitore ein, an denen Reisende internationale Zeitungsartikel auswählen können. So kann sich jeder die aktuellen Tagesnachrichten seiner Lieblingszeitung aus der Heimat oder aus der Ferne ausdrucken lassen. Das Angebot ist enorm: Leser können aus über 950 internationalen Zeitungen aus 80 Ländern ihre Favoriten wählen. Der Service ist bisher nur am Hamburger Hauptbahnhof und Flughafen, am Berliner Bahnhof Zoo, am Münchner und am Dresdner Hauptbahnhof verfügbar (www.valoraretail.de).
Immer mehr Anbieter auf den Out-of-Home-Märkten nutzen Facebook und Twitter als Marketing-Tools. Weil immer mehrMenschen mit iPhone & Co. den direkten Weg ins Internet finden, lassen sich Kunden auf neuen Wegen ansprechen. Das US-amerikanische Unternehmen „Naked Pizza“ beispielsweise lockt über seinen Twitter-Kanal Kunden aus der Stadt in die Pizzeria. Vorausgesetzt, sie sind bereits „Followers“ des Pizzabäckers. Bis zu 15 % des Tagesumsatzes generiert Inhaber Jeff Leach mit Hungrigen, die Sonderangebote und Aktionen im hauseigenen Twitter-Kanal verfolgen. Da wundert es nicht, dass „Naked Pizza“ inzwischen seine Twitter-Adresse auf dem Firmenschild in New Orleans präsentiert (http://nakedpizza.biz).
Trendlearning: 65 % aller Verkaufsentscheidungen erden in der Wirtschaft 2010 immer noch am Point-of-Sale getroffen – und nicht im Internet. Verspielen Sie diesen Vorteil nicht und machen Sie den Kunden zum gleichrangigen Gesprächspartner. Bieten Sie ihm die Möglichkeit, sich selbstständig zu informieren. Das sorgt für das nötige Vertrauen im Beratungsprozess. Der Händler der Zukunft wird zum Künstler der Kommunikation, denn er schlägt das Internet mit den eigenen Waffen: Vergleichbarkeit und Transparenz.
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