Wenn Sie in Zukunft das große Geld verdienen möchten, sollten Sie auf dem Laufenden bleiben. Es gilt die Wachstumsmärkte zu erkennen und sich möglichst optimal zu positionieren.
Südafrika entwickelt sich zu einem globalen Hotspot. Afrika ist ein riesiger, weitgehend unerschlossener Markt, mit langfristig durchaus aussichtsreichen Perspektiven. Die Erfolgsmeldungen mehren sich: Unternehmer, Investoren, Touristen, Einkäufer und Glücksritter zieht es immer öfter dorthin. Dabei übernimmt Südafrika die Lokomotiv-Funktion.
Südafrika ist trotz hoher Kriminalitäts- und AIDS-Rate der wichtigste Wirtschaftsstandort auf dem "schwarzen Kontinent". Und seine globale Bedeutung steigt: Laut Doing-Business-Ranking 2006 der Weltbank gehört Südafrika bei den Geschäftsbedingungen weltweit zu den Top 30, noch vor Österreich (30), Frankreich (35), den BRIC sowie den meisten mittel- und osteuropäischen Staaten. Das Land macht also Fortschritte bei der Schaffung eines investitionsfreundlichen Klimas und zieht immer mehr Anleger an: Ausländische Investoren haben in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits Aktien für rund 2,3 Mrd. Euro an der Johannesburger Börse gekauft.
2006 hat Deutschland Waren und Dienstleistungen im Wert von 7,37 Mrd. Euro nach Südafrika ausgeführt (11 % mehr als 2005) und ist damit Lieferant Nummer 1 vor China, USA und Japan. Über ein Drittel der wichtigsten Handelspartner Südafrikas kommen aus der EU. Allein die Fußball-WM 2010 in Südafrika beschert ein Investitionsvolumen von 10 Mrd. Euro für Stadien, Straßen, Stromerzeugung, Nahverkehr, Gastronomie und IT-Netze. "Das ist eine Riesenchance für die deutsche Wirtschaft", ist Wolfgang Jakob, Chef von T-Systems South Africa, überzeugt. Insgesamt will der afrikanische Vorzeigestaat bis 2009 ca. 41 Mrd. Euro in die Infrastruktur stecken, um sie auf internationales Niveau zu bringen. Neben ausländischen Firmen profitieren davon auch südafrikanische Baukonzerne wie die Marktführer Aveng und Group Five. Zu den Infrastruktur-Ausgaben der Regierung kommen steigende Investitionen in Einkaufszentren, Büroimmobilien und Privathäuser, denn die Konjunktur brummt wie seit 22 Jahren nicht mehr: 2006 wuchs das BIP um 5 %.
Der Service-Sektor macht inzwischen 67 % des BIP Südafrikas aus. Nicht zuletzt weil immer mehr Unternehmen das Land für Backoffice-Dienstleistungen entdecken und einfachere Tätigkeiten hierhin auslagern. Auch als Filmund Callcenter-Standort,Hochburg der Kreativen und ITSpezialisten sowie als größte Industrie- und Bergbaumacht bleibt Südafrika Spitzenreiter auf dem Kontinent. Mit der traumhaften Natur hat die Region weiterhin beste Voraussetzungen für einen florierenden Tourismus. Die Medienindustrie setzt ebenfalls zunehmend auf das wachsende Afrika-Business: Im Juni ging CNBC Africa an den Start. Ein Konsortium aus Dubai hat rund 22,5 Mio. Dollar in den ersten 24-stündigen Business-TV-Sender Afrikas investiert, der vom Headquarter in Johannesburg in 14 afrikanische Länder
Die Wirtschaft boomt, die Mittelschicht wächst und mit ihr der Wohlstand in dem 142 Mio. Einwohner großen Land, das so gute Entwicklungschancen bietet wie kaum ein anderes.
Russlands Wirtschaft wuchs 2007 um 8,1 %, in Moskau gar um 20 %. Zu den aufstrebenden Zentren gehören auch St. Petersburg, die Wolga-Region und Jekaterinburg. Die Arbeitslosigkeit sinkt von Jahr zu Jahr, der Lebensstandard steigt, immer stärker bildet sich eine kaufkräftige Mittelschicht heraus: Die Einkommen sind in den letzten 6 Jahren real um über 12 % per anno gestiegen, und auch für die Zukunft erwartet man Steigerungen um 10 %. Laut GfK legte die Kaufkraft 2007 landesweit um ca. 15 % zu, die Verbraucherstimmung ist ausgesprochen positiv: 40 % der Russen glauben, ihre finanzielle Situation wird sich weiter verbessern. Entsprechend optimistisch sind die Einzelhandelsprognosen: 2008 rechnet man mit einem Umsatzplus von 11 % auf 500 Mrd. Dollar (2009: 570 Mrd., 2010: 630 Mrd. Dollar). Nach Studien von ACNielsen wird Russland 2025 der größte Verbrauchermarkt Europas sein.
Vor allem Moskau baut seine Bedeutung als Hotspot aus. Derzeit entsteht mit dem Moscow International Business Center ein völlig neuer Business-Distrikt, der westliche Dimensionen sprengt. Mit 12 Billionen Dollar ist es das größte Investitions- und Bauprojekt in Europa. Der 100 Hektar große Komplex soll bis 2010 fertig gestellt werden; er vereint erstmals in Osteuropa Business-Aktivitäten, Wohnraum, Shopping-Mall und Entertainment an einem Ort. Damit wird der Metropolen-Effekt potenziert und wirkt immer mehr über die Grenzen der Stadt hinaus.
Dank kräftiger Einkommenszuwächse und zunehmender Beliebtheit von Verbraucherkrediten sind die Russen ungewöhnlich konsumfreudig. In Moskau eröffnen wöchentlich neue Shopping-Malls. Immer mehr Big-Player realisieren die Chancen. Metro ist längst mit Media-Markt, Saturn sowie Real in Russland vertreten und erlöste dort letztes Jahr 3 Mrd. Euro. Der Otto-Konzern eröffnete jüngst ein Logistikzentrum und kämpft mit dem Konkurrenten Quelle um die Aufteilung des russischen Versandhandelsmarktes, dem man 30 bis 40 % Wachstum pro Jahr zutraut. 320 Mio. Euro Umsatz 2012 ist das Ziel von Otto; Quelle rechnet gar mit einem Anstieg von derzeit 180 Mio. auf 1 Mrd. Euro bis 2013. Die französische Supermarktkette Carrefour eröffnet in diesem Jahr 2 Hypermärkte in Moskau. Karstadt plant Premium-Warenhäuser nach dem Vorbild des Berliner KaDeWe. Und auch Wal-Mart hat inzwischen konkrete Pläne für den Markteintritt.
Ein Trend ist unübersehbar: Alexander Demidov, Geschäftsführer der GfK RUS, sieht einen wichtigen Mentalitätswandel russischer Konsumenten. Sie suchen nicht mehr nur nach dem günstigsten Preis, sondern auch nach moderner Shopping-Atmosphäre und gutem Service. Die Qualität von Produkten wird immer wichtiger, weiß Demidov, und Zeit ist zum Konsumfaktor Nummer 1 geworden: "Immer mehr Leute wollen alles an einem Ort kaufen, der Absatz von Convenience-Produkten steigt überproportional. Kurz gesagt: Der russische Konsument ist in der letzten Zeit anspruchsvoller, wählerischer, dynamischer geworden, er ist besser informiert und orientiert sich stärker am Marken-Image und Service."
Auch der Megatrend Connectivity und neueste Web-Trends gehen an der westlich orientierten Gesellschaft nicht vorbei. Längst haben Russlands CommuniTeens ihre eigenen Social-Networking-Portale - la Facebook und StudiVZ. V Kontakte und Odnoklassniki.ru ("Mitschüler") zählen zu den Top 5 der beliebtesten Websites in Russland (sie werden öfter besucht als Google). 15 Mio. User nutzen Odnoklassniki.ru, davon 5 Mio. täglich, und jeden Tag kommen 100.000 neue hinzu. Allein im 1. Quartal 2008 hat das Unternehmen 3,3 Mio. Dollar Werbeeinnahmen erzielt, bis Ende des Jahres werden es voraussichtlich 30 Mio. Dollar sein.
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