Wer am Markt mithalten will, sollte die Trends immer im Auge behalten. Egal ob weite oder ferne Zukunft, wer nicht gewappnet ist, wird abgehängt. Auch große, erfolgreiche Unternehmen müssen sich stetig weiterentwickeln, um Ihr Niveau zu halten. Vertrauen Sie dem Zukunftsletter!
Die derzeitigen digitalen Herausforderungen sind Risiko und Chance zugleich. Das Internet wird zum Kernbestandteil der meisten Geschäftsmodelle in der Zukunft. Vor allem geht es um Individualisierung von Services und revolutionäre Werbeformen.
Häppchen-Bloggen: Internet in Echtzeit
Kultseiten wie Twitter.com oder Dodgeball.com aus den USA verheißen eine neue Ära im Netz. Das Micro- Blogging bietet Nutzern die Möglichkeit, Text-, Audio- und Videobeiträge in Blogs per Handy zu integrieren und auf Kommentare anderer Nutzer zu reagieren. In Echtzeit kann alle Welt lesen, was alle Welt so treibt. Schon experimentieren Medienkonzerne, wie New York Times, Al Jazeera oder BBC, mit News-Links zu den Micro-Blogs.
Quick Codes: Handy spielt Doppelpass mit Plakat
Briefmarkengroße Punktraster auf Anzeigen und Plakaten, mit deren Hilfe Informationen decodiert und aufs Handy geschickt werden, sind in Japan, China etc. en vogue. In Europa setzen sich diese komplexen Web-Links erst allmählich durch.
Mobile Videos: Persönlicher Content
Das Handy als Medium für werbliche Kommunikation ist in Deutschland unterentwickelt. In Großbritannien bieten die Mobilfunkbetreiber Mobile Network 3, O2, T-Mobile und Orange auf ihren Portalen durch Werbung finanzierte Videoclips (Nachrichten, Comedy-Formate und Filme) zum Download an - kostenlos für die eigenen Kunden. Die Zukunft liegt in persönlichen Content-Channels - ob auf YouTube oder auf dem Handy.
Click & Buy: Film gucken und shoppen
Auf der Website des Paramount-Pictures-Films "Freedom Writers" mit Oscar-Gewinnerin Hilary Swank kann man das neue Shoppen schon ausprobieren. Man klickt z. B. auf die Handtasche des Filmstars auf dem Bildschirm seines Handhelds. Und schon kann man die Tasche kaufen - ohne den Film unterbrechen zu müssen. Mit dieser Technik des Internet-Dienstleisters GET Interactive aus Winston-Salem/USA wird jeder Video-Content zur Shopping-Plattform.
Interactive Marketing: Alle suchen den Superstar
Beim Mitmach-Internet geht es vordergründig nicht um Werbung, sondern um Communities. Leute sollen eigene Inhalte beisteuern. Beispiel: die Adidas-Kampagne "Impossible is nothing" auf MTV, MySpace und Viva.tv. Die Nutzer sind aufgerufen,Videos, Bilder und Songs von persönlichen Höchstleistungen einzusenden. Das Unternehmen sammelt wertvolle Kundendaten, der Zielgruppe winken Foto-Shootings.
Scan & Buy: Online shoppen mit den individuellen Körpermaßen
Mit neuartigen Body-Scans wird man per Radiowellenstrahlung detailliert vermessen (z. B. US-Firma Intellifit). Der Nutzer kann mit diesen Angaben im Handel und im Internet einkaufen - insbesondere bei jenen Bekleidungsfirmen, die seine persönlichen Scanner-Daten schon online gespeichert haben.
Customized News: Individualisierte News
Thoof.com weiß, was man will. Jeder Anwender erhält ein auf ihn zugeschnittenes Angebot, das sich aus weltweiten Nachrichtenquellen,Video- und Fotoportalen sowie anderen Web-Links speist. Ein Algorithmus analysiert anhand des Leseverhaltens ständig die Interessen jedes einzelnen Nutzers und liefert entsprechende Inhalte.
Personal Sponsoring: Geld oder Werbung
Marken entdecken ihr Potenzial als Sponsor im Alltag. Erste Werbungtreibende testen gemeinsam mit Automatenherstellern einen neuen Service: Der Kunde kann entscheiden, ob er die Ware ( z. B. Automatenkaffee) bezahlt oder lieber eine Werbeeinblendung im Display ansieht.
Web Marketing: Virtuelle Rabattmarken über Kundenkarten
Das Prinzip: Wenn Nutzer Online-Banner anklicken, wird ihr Rabattanspruch auf das gewünschte Produkt in einem Account gespeichert, der an eine Kundenkarte gekoppelt ist. Beim nächsten Einkauf wird der Rabatt an der Kasse automatisch abgezogen.AOL will im Herbst mit diesem Online-Couponing-System namens Shortcuts starten; die Gespräche mit Handelsketten laufen bereits.
Personality Guard: Der Reputation-Defender
Kommunikation im Netz hinterlässt bleibende Spuren - auch von Peinlichkeiten. Die Firma "Reputation Defender" sorgt gegen Bezahlung dafür, dass Privatsache bleibt,was Privatsache bleiben soll. Ein Markt, der auch hierzulande Geschäfts-Potenzial aufweist.
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