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Bislang war Functional Food noch kein Kassenschlager. Doch jetzt schult das Nützlichkeitsessen in Richtung Erotik- und Genussdienstleistung zu den Trends 2010 um:
Süße Verführung mit Antioxidantien. Klingt noch nach Politbüro, aber keine Angst: Die Funktions- Schokolade soll in erster Linie unserer Gesundheit zuträglich sein. Aus einer Konsumentenumfrage in Belgien, Deutschland, Frankreich, England und der Schweiz ging hervor, dass ein Drittel der Befragten Schokolade mit gesundheitlichem Zusatznutzen kaufen würden. Der belgische Nasch-Spezialist Guylian stellt seit Kurzem gesunde Pralinen her, die auf einem Verfahren beruhen, das den natürlichen Gehalt an Antioxidantien erhöht.
Trends 2010: Die Küche ist das neue Schlafzimmer. Dass Schokolade aphrodisierende Wirkung hat, ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Erotische Kochkurse (also Kurse, in denen mit aphrodisierenden Bestandteilen gekocht wird), gibt es mittlerweile auch. Viagra aus dem Suppentopf bieten unter anderem die Lindner Resort Hotels in Deutschland an (www.mydays.de/Feinschmecker/Erotic-Food-Kochkurs.html).
In Berlin hat sich eine neue Initiative zur Förderung der Entwicklung branchenübergreifender Lösungen für die intelligente Heimvernetzung gegründet. Der Verein mit dem Namen Connected Living soll Lösungen für die intelligente Verknüpfung von Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, IT, Gebäudetechnik und weißer Ware erarbeiten. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören u. a. Deutsche Telekom, EnBW, Loewe und das DAI-Labor der TU Berlin. Die Initiative betreibt in Berlin einen Showroom in Form einer voll vernetzten Wohnung, in der Technologien von Partnern gezeigt werden.
Wann ist ein Magazin ein Magazin, und wie sieht das erfolgreiche Magazin von morgen aus? Eines steht jetzt schon für die Trends 2010 der Medienbranche fest: Zeitschriften wird es auch in 100 Jahren noch geben, weil die Menschen magazinige Inhalte lieben. Allerdings werden schon bald neue Erlösmodelle die Branche umkrempeln, und die Zeitschrift wird ihre Identität als Printprodukt verändern. 3 Beispiele:
Die schwedische Zeitschrift T-Post ist ein T-Shirt, das monatlich für 26 Euro erscheint und ein neues Zeitschriftenmodell angesichts des Megatrends Mobilität verkörpert. Der Käufer erhält 12-mal pro Jahr ein schick gestaltetes T-Shirt, auf dessen Innenseite die Inhalte stehen (www.t-post.se).
Im kreativen Berlin fliegt mit Freestyle eine Zeitschrift in Frisbee-Form zum Käufer. Der Vogue-Fotograf Jason McGlade hat das Plastik-Produkt in einer Auflage von 5.000 Stück produziert und vertreibt seine Zeitschrift (ohne Grosso) weltweit. Freestyle gibt es darüber hinaus auch im Internet als Lifestyle-Magazin. Wer 15 Euro pro Ausgabe investiert, erhält das fliegende Magazin mit Tinte gedruckt (www.freestylemagazine.co.uk).
In der spanischen Metropole Madrid hat ein ähnliches hybrides Magazin mit dem Namen La M's Bella (die Schönste) das Licht der Medienwelt erblickt. Zwischenzeitlich wurde das Print-Produkt einmal mit einem Riesenloch in der Mitte zugestellt. Mittlerweile haben sich 600 Künstler um den Look des Magazins gekümmert. Die Auflage ist auf 1.000 Exemplare festgelegt, und jede enthält Gadgets wie handbemalte Gläser, Tapas in Miniaturformat oder Vermouth-Fläschchen. Die Botschaft: Magazine sind Kunst und Genuss (www.lamasbellaorg).
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