Unsere Welt wird schneller und vernetzter. Da kann es schwer fallen, den Überblick zu behalten. Neben großen internationalen Ereignissen passiert es schon einmal, dass einige interessante Entwicklungen aus dem eigenen Blickfeld fallen. Wir haben für Sie 8 Prognosen für das Jahr 2011 erstellt. Unser Ziel ist dabei, interessante Anreize für Sie zu bieten und Sie auf relevante Themen aufmerksam zu machen.
Die Notebooks der meisten bekannten und unbekannten Hersteller werden längst nicht mehr von diesen selbst hergestellt. Die Produktion wird ins günstigere Taiwan verlagert. Sony und Toshiba sind nur zwei der bekannten Unternehmen, deren technische Produkte nur noch zu kleinen Anteilen in den Heimatländern hergestellt werden. Die Prognose für 2011 lautet: Taiwan ist der bedeutendste Standort in Sachen Herstellung von Notebooks und wird diese Position noch weiter ausbauen. Dies lässt sich durch das Preisdumping des Elektronikherstellers Foxconn erklären. Die niedrigen Kosten erreicht das Unternehmen durch geringe Löhne und unmenschliche Arbeitsbedingungen. Hier lässt Apple übrigens auch seine bekannten Smartphones und MP3-Player herstellen.
Für das Jahr 2011 rechnen Experten mit einem Rekordabsatz der Automobilbranche. Nachdem sich die Schatten der Abwrackprämie von 2009 verzogen haben, soll sich in diesem Jahr die gute Konjunktur durchsetzen und zu einem wahren Kaufrausch führen. Besonders auf dem chinesischen Markt wird eine Rekordnachfrage erwartet, ebenso wie auf dem Norden des amerikanischen Kontinents. Neben der günstigen Konjunkturlage ist auch die Neueinführung zahlreicher Automodelle von entscheidender Bedeutung. Allein schon der neue A6 von Audi dürfte viele Käufer anlocken.
2011 kommen viele neue Medikamente auf den Markt, die gerade bei Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Infektionen zum Einsatz kommen. Diese kamen teils schon in den 90er Jahren in die Testphase. Innovation in der Medizin ist ein langwieriger Prozess, der Investoren einiges an Geduld abverlangt. Gerade die Testphase ist aufgrund von strengen Regelungen und Voraussetzungen ein Löwenteil in der Entwicklung neuer Medikamente. Die Medikamente, die 2011 neu auf den Markt kommen, richten sich zu großen Teilen an seltene Krankheiten – ein Trend in der Politik der Pharmakonzerne.
Immer undurchsichtiger werden die Datenschutzrichtlinien von sozialen Netzwerken wie Facebook. Doch wo Digital Immigrants und die erste Generation der Digital Natives noch fragend die Stirn runzeln, zuckt die jüngere Generation höchstens mit den Schultern. Das Internet hat sich als fester Bestandteil der Alltagswelt etabliert, Verabredungen und ähnliches werden online, oft auch öffentlich, abgemacht. Natürlich informiert man sich heute auch online über die neuesten Produkte, Trends und vergleicht Preise und Bewertungen anderer Nutzer oder Kunden. Daraus ergeben sich neue Impulse für die Kundenkommunikation. 2011 wird daher das Jahr des Social Marketing.
Das Marketing in Deutschland legt zu. Das Wachstum in der Werbebranche findet vor allem in den digitalen Medien statt, da immer mehr Unternehmen beginnen, Pläne zum Social Media Marketing umzusetzen. Insgesamt wird mit einem Wachstum von etwa 1,2 Prozent gerechnet. Ein Trend, der sich seit 2008 fortsetzt. Der Werbemarkt Deutschlands wächst also langsam aber kontinuierlich. Dabei wächst ebenso stetig die Bedeutung der Werbung in den digitalen Medien, so dass sich die Entfernung zu der klassischen Werbung weiter verringert.
Deutschlands Ökostrom-Anbieter werden im Laufe des Jahres weiter an Boden gewinnen können. Die großen Energiekonzerne RWE, E.on und Vattenfall sinken dagegen in ihren Imagewerten, was deren Tochtergesellschaften jedoch weniger betreffen wird. Generell ist ein Trend in Richtung erneuerbare Energie zu beobachten, wovon auch Hersteller von Solar- und Windanlagen profitieren werden. Die Zukunft der Atomenergie in Deutschland bleibt indes ungewiss.
Die Prognose für 2011 besagt, dass etwa 10% des getätigten Konsums online abgewickelt werden wird. Dabei wird nur der Non-Food-Bereich berücksichtigt. All-Time Favorites, wie Bücher, CDs und Software, die sowieso einen starken Absatz auf Online-Portalen aufweisen, werden ebenso im Online-Handel ansteigen wie andere Produkte. Schuhe und Kleidung wird in Zukunft stärker online abgesetzt werden, da die Anbieter nicht nur guten Service und eine schnelle Lieferung, sondern auch eine Umtauschgarantie anbieten. Die Berührungsängste der Konsumenten mit dem Online-Handel werden somit stetig sinken.
Die Maschinenbaubranche hat in letzter Zeit herbe Rückschläge einstecken müssen. 2011 sollen die Aufträge wieder da sein und die Zunft der Maschinenbauer kann aufatmen. Die Nachfrage kommt dabei verstärkt aus dem Ausland. Nach einem äußerst mageren 2009, in welchem die Branche um über 25% einsackte, können sich die Maschinenbauer über positive Entwicklungen freuen.
Wir hoffen, dass Ihnen unsere Prognosen weiterhelfen konnten und wünschen Ihnen auch weiterhin ein erfolgreiches Jahr.
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