Erfolgreiche Strategien in der Zukunft

Wenn Sie in Zukunft das große Geld verdienen möchten, sollten Sie auf dem Laufenden bleiben. Es gilt erfolgreiche Strategien für die Zukunft zu erkennen, um sie gezielt einsetzen zu können.

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3 Erfolgreiche Strategien in der Zukunft, mit denen die neuen Powerkonsumenten gewonnen werden

Tokio verfügt nicht nur über eine besonders hohe Bevölkerungsdichte (13.650 Einwohner pro km2), sondern auch über einen besonders hohen Altersdurchschnitt (42,9 Jahre im Vergleich zu 28 Jahren weltweit). Und die Best-Ager Japans gehören definitiv zu den Powerkonsumenten von morgen: Eine Abfindung in Höhe von durchschnittlich 180.000 US- $ erhält der japanische Rentner laut Nikkei Financial Daily beim Eintritt in den Ruhestand, was einer Kaufkraft von 658 Mrd. US-$ für den Zeitraum 2006 bis 2010 entspricht.

Bis 2015 wird ein Viertel der Gesamtausgaben Japans auf die wohlhabenden Rentner zurückgehen, die derzeit über 85 % der Spareinlagen in Japan halten.

Höchste Zeit für eine zielgerichtete Ansprache der neuen Konsumelite:

1. Smart Basic Services: Unkomplizierte Versicherungskonzepte mit perfektem Service

Weitere erfolgreiche Strategien in der Zukunft findet man in Japan, denn Japan ist der zweitgrößte Markt für Versicherungen, laut Business Week sogar "the most overinsured nation". Führende internationale Unternehmen wie The Hartford, American Family und American Life Insurance (Alico) Japan bieten jetzt maßgeschneiderte Versicherungsprodukte für Senioren an, und AIU verkauft eine Krankenversicherungspolice für Kunden im Alter von 50 bis 80 Jahren, für die keine ärztliche Untersuchung erforderlich ist. Um den Service für die serviceaffine Zielgruppe der Best-Ager zu garantieren, setzt Hartford auf Kooperationen mit insgesamt 51 lokal ansässigen und national bekannten Versicherungsunternehmen.

Trendbriefing: Best-Ager sind eine ausgesprochen serviceaffine Zielgruppe. Sie wollen unkomplizierte und einfach verständliche Dienstleistungen, die jedoch Rund-um-die-Uhr-Support bieten. Märkte und Branchen - wie heute schon in Japan - müssen sich künftig überall der wachsenden Nachfrage nach Smart-Basic-Services immer stärker stellen.

2. Individuelle Konzepte für die Down-Ager

Immer mehr japanische Senioren melden sich in Fitnessclubs an und werden dort zu einer der wichtigsten Zielgruppen. Curves, das weltweit größte Usamerikanische Fitness-Franchiseunternehmen, hat deshalb ein eigenes Angebot für japanische Senioren zwischen 50 und 60 Jahren entwickelt. Das Fitnessstudio hat einen speziellen 30-minütigen Workout-Parcours ausgearbeitet, der Muskel- und Ausdauertraining miteinander kombiniert. Erfolgreich ist Curves auch mit einer speziell für Senioren entwickelten "Quick-Fit"-Diät. Das Unternehmen möchte weitere erfolgreiche Strategien in der Zukunft entwicklen und umsetzen, denn die Planung sieht vor bis 2009 insgesamt 8.000 Fitness- Clubs in Japan zu eröffnen. (www.curvesinternational.com).

Trendbriefing: Vergessen Sie, dass sich Senioren "seniorengemäß" verhalten. Es geht künftig weniger um das Alter als vielmehr um einen spezifischen, individuellen Lebensstil, der mehr mit Interessen als mit dem Geburtsjahr zu tun hat. Vermarkten Sie Ihre Produkte daher nicht als Seniorenware, sondern über deren Nutzen und spezifische Vorteile.

3. Authentisches Marketing: IKEA beweist seine Alltagstauglichkeit

Weitere erfolgreiche Strategien in der Zukunft beginnen bereits Früchte zu tragen, denn IKEA präsentierte im Rahmen der Kampagne "Ikea 4.5 Museums" im Zentrum der Hauptstadt 14 Wohnlösungen für die Powershopper. In den 10 qm großen Räumen, was der typischen japanischen Standardraumgröße entspricht, zeigte das schwedische Möbelhaus, wie der begrenzte Raum optimal mit IKEA-Möbeln genutzt werden kann. Zudem stattete IKEA eine S-Bahn-Linie mit Möbeln und Vorhängen aus. Parallel dazu rief IKEA einen Blog ins Leben, der die Öffnung der Filiale ankündigte. IKEA erhielt für die gelungene Kampagne nicht nur den "Lion d"Or" in Cannes, sondern verzeichnete in seinen Filialen einen Besucherrekord von 1 Million während der ersten 5 Wochen.

Trendbriefing: Egal, ob Europa oder Japan - Senioren wünschen sich authentische Produkte. Die Best- Ager sind lebenserfahren und lassen sich daher von gegenstandslosen Marketing-Slogans nur schwer überzeugen. Stattdessen möchten sie die Güte und Funktionalität der Produkte am liebsten selbst prüfen. Präsentieren Sie daher Ihre Produkte an Alltagsschnittstellen und machen Sie Ihren Marketingauftritt damit glaubwürdig und authentisch.

Was Sie in Ihrer Marketingstrategie mit den Millennials schon jetzt beachten sollten

Auf den ersten Blick ist der eklatanteste Unterschied zwischen den so genannten Millennials, also den zwischen 1980 und 2000 Geborenen, und allen älteren Zielgruppen im Umgang mit Medien zu suchen. Deutsche Jugendliche haben laut einer MTV-Studie durchschnittlich 86 Telefonnummern im Handy gespeichert, verfügen über 55 MySpace- Freunde und tauschen Instant Messages mit 38 Personen aus. Dennoch wäre es fatal, die Millennials auf Begriffe wie Computerkids und Generation@ zu reduzieren und sie alle als technikverrückte "Nerds" darzustellen. Die MTV-Studie zeigt ganz deutlich, dass sich deutsche Jugendliche im internationalen Vergleich eher im Mittelfeld der weltweiten Technikliebhaberei bewegen. Darüber hinaus geht es ihnen nicht um die Technologie als solche, sondern viel mehr um die dahinter liegenden sozialen Funktionen.

Wir zeigen anhand von 3 Beispielen, wie Kommunikation und Produkte für die Jugend im 21. Jahrhundert gestaltet werden müssen.

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1. Wie Banken zu Freunden werden: Kommunizieren statt informieren

Kommunikation macht bei Jugendlichen in Deutschland 59 % der Internetnutzung aus. Nicht einmal ein Viertel der Zeit (23 %) wird für die Informationssuche aufgewendet. Unangefochten auf Platz 1, was die Aktivitäten im Internet betrifft, steht bei Jungen und Mädchen gleichermaßen das Instant Messaging. Kein Wunder, sind Chat-Nachrichten, die mit Programmen wie ICQ und MSN Messenger verschickt werden, doch eine direkte Entsprechung zur liebsten Freizeitaktivität in der Offline-Welt: dem Treffen und Reden mit Freunden. Wie man das große Kommunikationsbedürfnis etwa in der Finanzbranche bedienen kann, zeigt die niederländische Finanzberatung RVS. Um in das virtuelle Freundesnetzwerk junger Erwachsener aufgenommen zu werden, hat RVS erfolgreiche Strategien in der Zukunft entdeckt und weiter entwickelt und bietet seit Neuestem die Möglichkeit, via Skype- Anruf und Kurznachricht mit seinem Finanzcoach in Verbindung zu treten. Statt auf unterkühlte Beratung am Bankschalter setzt man hier auf eine Mischung aus persönlichem Online-Dialog (bis 21 Uhr) und jederzeit zugänglichem Bankingportal, mit dem man die Budgetplanung im Blick behält. Der Finanzcoach wird zum Freund in Finanzfragen und gibt Tipps zu den monatlichen Ausgaben (www.rvsbudgetplanner.nl).

Unser Tipp: Die besten Freunde eines Teenagers sind nach wie vor weder der Fernseher noch der Computer, sondern menschliche Kontakte, auch wenn diese medial vermittelt sind. Bieten Sie die Infrastruktur, die notwendig ist, damit Jugendliche mit Ihnen in einen möglichst persönlichen Dialog treten können. Machen Sie allerdings nicht den Fehler, allzu bevormundend aufzutreten. Jugendliche wollen das Gefühl haben, autonom über sich und ihre (Finanz-) Angelegenheiten zu verfügen.

2. Projektionsflächen der Persönlichkeit: Das Kinderzimmer im Cyberspace

Wie man mit Gratisinhalten und dem richtigen Gespür für die Bedürfnisse und Persönlichkeit von Teenagern Millionen verdient, zeigt das Beispiel der 17-Jährigen Ashley Qualls. Sie richtet sich mit ihrem Angebot "Whateverlife" hauptsächlich an junge weibliche Nutzer des Sozialnetzwerks MySpace. Wie im wahren Leben ist es für die Teens hier üblich, sich den privaten Raum nach den eigenen Vorstellungen einzurichten, Individualität und Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen sowie insgesamt eine "gute Figur zu machen". Im Fall von MySpace-Pages bedeutet dies, die Seiten und Hintergründe mit so genannten Wallpapers zu gestalten, grafische Accessoires und bunte Bilder hinzuzufügen, als seien es die Wände des realen Kinderzimmers. Alle Produkte, die auf Whateverlife angeboten werden, sind rein virtuell, dienen den jungen Kundinnen aber absolut treffsicher dazu, ihre individuelle Persönlichkeit im Cyberspace zum Ausdruck zu bringen. Mit der Einblendung von Werbung durch Programme wie Google AdSense sind die kostenlos vertriebenen Produkte aber keineswegs unlukrativ für Ashley. Ihre bisherige Bilanz: über 1 Million US$ Werbeeinnahmen in knapp 2 Jahren und ein derzeitiger Ertrag von 70.000 US$ pro Monat. Inzwischen denkt Ashley auch an eine Expansion in den Mobilfunksektor, da sie in der Gestaltung von Handy-Verzierungen für Teenager ein noch viel größeres Potenzial sieht. An diesem Beispiel sieht man wie erfolgreiche Strategien für die Zukunft entstehen und wie sie sich auch rasant fast von ganz alleine weiterentwickeln können.

Unser Tipp: Identität ist das Kernbedürfnis junger Menschen - in der heutigen Multioptionskultur mehr denn je. Unterstützen Sie sie dabei, ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, Ihre Produkte zu individualisieren, um sich damit von anderen Jugendlichen und - noch wichtiger - von der Welt der Erwachsenen abzugrenzen.

3. Reale Erlebnisse lassen virtuelle Welten auch in Zukunft blass erscheinen

Nach wie vor steht bei den 12- bis 19- Jährigen das Treffen mit anderen Jugendlichen für die Mehrheit (86 %) an erster Stelle bei den Freizeitaktivitäten, und immerhin 72 % der Jugendlichen sind sportlich aktiv (Quelle: JIM 2007). Wie man vermeintlich langweilige Busreisen auch in Zeiten medial vermittelter Mega- Events und virtueller Spielwelten zum Gemeinschaftserlebnis und Abenteuer macht, zeigt der Veranstalter Rotel. Dessen rollende Hotels sind umfunktionierte LKWs mit Schlafabteilen, die auf weltweiten Abenteuer-Touren eingesetzt werden. Bis zu 40 Gäste erleben beim Urlaub mit den mobilen Unterkünften eine Mischung aus Outdoor-Aktivitäten (inklusive Lagerfeuerromantik) und Disco- oder Festival-Besuchen.

Unser Tipp: Freiheit und Unabhängigkeit sind noch immer zentrale Werte in der Jugendkultur und werden es in unterschiedlicher Ausprägung auch immer sein. Rückzug, Abgrenzung und Selbstbestimmung sind für Jugendliche im realen wie im virtuellen Leben unabdingbar.

Zukunftsletter Fazit

  • Moderne Telekommunikations- und Unterhaltungsmedien dienen nicht als Selbstzweck, sondern werden vielmehr als Werkzeug zur eigenen Wunscherfüllung angesehen und verwendet. Das Marketing muss sich also viel stärker an den Bedürfnissen der Jugend orientieren, und neue erfolgreiche Strategien in der Zukunft entwickeln, anstatt auf jeden Technologie-Hype aufzuspringen.
  • Intelligente Verknüpfungen von Onund Offline-Medien sind gefragt, die dem Wunsch der Jugend nach realem Erleben, gepaart mit virtuellen Möglichkeiten, entsprechen. Um die Jugend zu erreichen, sollten Sie daher nicht ausschließlich auf Online-Werbung setzen, sondern auch den Outdoor-Bereich mit einbeziehen.
  • Lösen Sie virale Mundpropaganda- Effekte rund um Ihre Services und Dienstleistungen aus. Als bekannt wurde, dass in Diät-Coke aufgelöste Mentos zu (harmlosen) explosiven Cola-Fontänen führen, erschienen Hunderte nutzergenerierte Videos darüber bei YouTube & Co. Während Coca-Cola seinen Unmut über die "Verschwendung" zum Ausdruck brachte, setzte Mentos die kostenlose Werbung nutzbringend ein. Die Videos wurden in die Startseite integriert, und Prosumenten wurden dazu aufgerufen, noch spektakulärere Videos einzusenden.

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