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Zukunftsletter - Strategisches Wissen für Entscheider in Management und Marketing - 12 Jahre strategisches Marketing - Dr. Eike Wenzel, Zukunftsforsche und Chefredakteur
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Trends: Der neue Hype um Selbstgemachtes und Gewöhnliches

veröffentlicht am 08.01.2009
Die Londoner besinnen sich in Krisenzeiten wieder auf das Wesentliche Ganz gemäß dem Motto ‘back to basics' erfreut sich derzeit der britische Mittelstand zunehmend an holzgefeuerten Öfen, Hühnerställen und einfachen Rezepten mit Wurzelgemüse. Modelabels und Luxusgüter haben Pause. Fast könnte man sagen: Endlich haben wir einen handfesten ökonomischen Grund, ökologisch und ethisch korrekt zu handeln, auch ohne die endlosen Debatten über Klimawandel und globale Erwärmung.

Es ist wie ein kollektives Nachhausekommen. Tatsächlich legen die Geschwindigkeit und der Enthusiasmus, mit dem sich die Briten an die neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen, den Schluss nahe, dass diese in der Kunst der Rezessionskultur geübt sind. Einige Beispiele für diese Entwicklung stellt Ihnen der Zukunftsletter vor...

Rückbesinnung auf Wurzelgemüse

Eine der neuen Helden der Krise ist die gemeine Steckrübe. Eine große Supermarktkette meldete kürzlich eine Umsatzsteigerung von 75 % in den letzten 12 Monaten. Die Tageszeitungen überbieten sich mit neuen und alten Rezepten zu diesem einst so unpopulären Gemüse. Zulieferer Richard Perry: ‘Die Leute kehren sich wieder ab von fertig zubereiteten Gerichten und kaufen stattdessen mehr Grundnahrungsmittel, um Geld zu sparen. Wurzelgemüse ist sehr ergiebig im Vergleich zu einem gekauften Fertigprodukt. Rüben eignen sich hervorragend für Eintopf- und Auflaufgerichte. In Scheiben geschnitten können sie im Rohzustand auch für Salate verwendet werden, oder man brät sie in Öl.’ Inzwischen haben einige Gemüsehändler Probleme, die gestiegene Nachfrage bedienen zu können.

Der Hobby-Gärtner als Mikrounternehmer

Ein weiteres Comeback feiern derzeit die so genannten (Über-)Lebenskünstler, welche seit den 1970ern weitgehend aus dem Rampenlicht des öffentlichen Bewusstseins getreten sind. Nun kommen sie wieder aus der Versenkung. Eine Dame erzählte neulich dem ‘Guardian” von den Maßnahmen, die ihr Ehemann ergriff, um wirtschaftlich autark zu werden: ‘Er besitzt einen Schrebergarten, verwandelte unseren Garten in einen aus Kernsamen gezogenen Obstgarten (Adieu, liebe Zierrosen!) und begann vor Kurzem mit Stricken. Er hat sogar Pläne für eine Kompost-Toilette.’

Der Kamin wird zum neuen Lebensmittelpunkt

Dabei ist es nicht verwunderlich, dass Herd und Kamin sowohl aus finanziellen als auch aus symbolischen Gründen wieder an Bedeutung gewinnen. Der Umsatz an holzgefeuerten Öfen - dem klassischen ‘heart of the home’ - kletterte, als sich die Menschen mit den gestiegenen Kosten für Strom, Öl und Gas abfanden, allein im vergangenen Jahr um 40 %: ‘Ein Holzstoß im Schuppen ist wie ein Sparschwein’, so ein Experte dazu. ‘Der Herd ist nun der Mittelpunkt meines Hauses, nicht mehr der Fernseher’.

Die Hühnerfarm im Vorgarten

Dieser Antrieb, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen, führte auch zu einem beispiellosen Boom von Hühnerstallboxen, insbesondere des Modells ‘The Eglu’ (www.omlet.co.uk). Dieser ‘Designerhühnerstall’ aus farbigem Plastik kann komplett mit Hühnern, biologischem Futter und Nistplätzen gekauft werden. Bereits mehr als 25.000 Stück wurden davon seit 2004 verkauft, eine geschätzte halbe Million Briten hält zuhause Hühner, womit das Schlagwort des ‘Chicken Chic’ entstand
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„Als selbstständiger Berater im Hotel- und Gaststätten Gewerbe helfen mir die gut recherchierten Inhalte des Zukunftsletter, bei der Entwicklung von Unternehmen neue Impulse zu vermitteln. Die konkreten Beispiele im 'Zukunftsletter' unterstützen mich beim Transfer der Ideen in meine Branche. Und die Themenvielfalt bietet ja wirklich für jeden Bereich etwas. Abgerundet wird das Ganze dann durch die ein bis zwei Schwerpunktthemen im Jahr. Ich bin seit fünf Jahren dabei und bin begeistert.“

Klaus Häck, IfB Institut für Beratung im Gastgewerbe, Wuppertal
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