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Zukunftsletter - Strategisches Wissen für Entscheider in Management und Marketing - 12 Jahre strategisches Marketing - Dr. Eike Wenzel, Zukunftsforsche und Chefredakteur
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Trendline: Neue Innovationen und Entwicklungen

veröffentlicht am 17.02.2011
Trendline: Es gibt neue Entwicklungen bei der Generation Facebook, diese mag Zeitungen und ist nicht fürs Zeitungssterben verantwortllich. Wie sieht es mit dem Sexting im  Netz aus und was macht der Baby-Blues bei Vägern? Lesen Sie selbst.

Sexting und Texting

Neue Medien verändern die Rituale im Intim- und Beziehungsleben. Laut dem Pew Research Center, Amerikas Zentralorgan für die Untersuchung von Jugendkulturen, betreibt die USA-Jugend immer mehr Sexting statt Texting. In einer repräsentativen Untersuchung der 12- bis 17-Jährigen gaben 4 % der Befragten zu, schon einmal anzügliche Nachrichten oder gar eindeutige Nacktfotos von sich via Mobiltelefon verschickt zu haben. Wichtig: Es geht hierbei nicht um Pornografie. Abgefragt wurden Situationen, in denen die Jugendlichen Nacktfotos und Anzüglichkeiten von Personen erhalten, die ihnen bekannt sind, bzw. selbst welche von sich verschicken. Gerade bei den 17-Jährigen gehört Sexting fast zum normalen Mediennutzungsverhalten. 17 % der 17-Jährigen gaben an, selbst schon einmal schlüpfrige Nachrichten verschickt zu haben, 30 % haben bereits Sexting- Messages erhalten.

Papas Babyblues

80 % aller Frauen leiden nach der Geburt eines Kindes unter einer vorübergehenden oder stärkeren Depression. Jetzt ist der Babyblues auch bei den Vätern festgestellt worden. Bereits 2005 ergab eine Studie der englischen Oxford University, dass 4 % der Väter in den ersten 2 Monaten nach der Geburt eines Kindes an Melancholie und Schlimmerem leiden. In einer neurologischen Studie wurde darüber hinaus ein Zusammenhang zwischen herabgesetztem Testosteronspiegel während der Schwangerschaft und depressiven Verstimmungen festgestellt. In einer weiteren Studie führt der Blues der Väter sogar zu Störungen, sprich Verhaltensauffälligkeiten, beim Nachwuchs, allerdings nur bei deren Söhnen. Ereilt hingegen Mütter der Babyblues, beeinflusst dies die Entwicklung der Kinder beiderlei Geschlechts. Beim Kinderkriegen verwischen die Grenzen zwischen den Geschlechtern auch immer stärker.

Generation Facebook liebt ... Zeitungen

Wer sagt eigentlich, dass die Social-Mediabewohnende Facebook-Generation alle klassischen Medien in den Abgrund treibt? Vielleicht die katastrophenversessene Presse selbst. Jedenfalls konnte jetzt bei einer Befragung in Großbritannien festgestellt werden, dass die „digital natives“ offenbar nicht nur kommunikative Medien lieben, sondern auch gut recherchierte Inhalte - auch wenn sie über das Papiermedium wahrgenommen werden müssen. Und mehr noch: Die 15- bis 24-Jährigen aus dem Vereinigten Königreich mit hoher Affinität für Social Media und technische Innovationen lesen um 24 % mehr Printtitel als der durchschnittliche Erwachsene. Wem ist also das Zeitungssterben zuzuschreiben? Nach der britischen Studie nicht zuallererst der jungen Generation, auch nicht den vampirischen neuen Medien. Vielleicht der Innovationsträgheit von Print selbst?
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