Um rund 50.000 steigt die Zahl der Behinderten hier zu Lande jedes Jahr. Prognose: Bedingt durch die Alterung der Gesellschaft wird sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren noch beschleunigen. Das gibt dem Markt rund um so genannte Special-Needs-Konsumenten kräftig Auftrieb. Die vermeintlich unbedeutende Randgruppe entwickelt sich zum interessanten Absatzmarkt. Wichtig sind zwei Aspekte:
- Behinderte als Kunden. Trend: Die Zeiten, in denen Produkte für Special-Needs-Kunden nur auf Funktionalität ausgelegt waren, sind vorbei. Schickes Design spielt für diese Kunden eine ebenso große Rolle wie für Nicht-Behinderte. Beispiel: Der Designer Paris Lowitz hat eine Stereoanlage für Sehbehinderte entworfen. Statt mit Knöpfen wird die Anlage über fühlbare Markierungen bedient. Das schicke Design dürfte auch Sehenden gefallen.
- Behinderte als Mitarbeiter. Trend: Unternehmen erkennen von sich heraus die besonderen Fähigkeiten von Behinderten und nutzen sie verstärkt. Beispiel: Die dänische Beratungsfirma Specialisterne beschäftigt Mitarbeiter mit Asperger-Syndrom, da sich diese als IT-Consultants bewährt haben.