Mit Google Health (
www.google.com/health) können Benutzer seit kurzem (bislang jedoch nur in den USA) ein persönliches Gesundheitsprofil erstellen, medizinische Daten importieren, ihre Medikation dokumentieren sowie Ärzte, Spitäler und andere Gesundheitsdienste suchen. Ein Markt ist vorhanden: Rund 2/3 der erwachsenen Internetnutzer in den USA besorgten sich Gesundheitsinfos im Internet. ‘In Deutschland ist die Situation ähnlich’, so Stefan Keuchel, Sprecher von Google Deutschland.
Mehr über das Potenzial von Online-Gesundheitsdiensten verrät der
Zukunftsletter.
Google ist nicht die einzige Internet-Firma mit derlei Plänen. Microsoft hat schon im vergangenen Jahr ein Angebot namens Health-Vault (
http://healthvault.com) vorgestellt und AOL-Mitgründer Steve Case unterstützt die Seite Revolution Health (
www.revolutionhealth.com). Bislang stößt der Auftritt der Computer- und Online-Giganten bei den deutschen Konsumenten auf wenig Begeisterung.
Laut einer ‘Welt’-Umfrage würden nur 5 % ihre Patientendaten Microsoft zur Verfügung stellen, 13 % dem deutschen Staat via Gesundheitskarte, und immerhin 14 % könnten sich mit dem Gesundheitsdienstleister Google anfreunden. 69 % möchten ihre Krankheitsgeschichte jedoch ‘lieber ihrem Arzt persönlich erzählen’. ‘Direct-to-consumer genetic screening’, persönliche Genanalyse aus dem Hause Google, das könnte ein weiterer Schritt der Suchspezialisten auf dem Gesundheitsmarkt sein. Innerhalb der vergangenen 2 Jahre hat sich Google massiv an der Finanzierung der Gentech-Firmen
23andme.com, Personal Genome Project (
www.personalgenomes.org) und Naivigenics.com beteiligt. Google wird bei den nächsten Innovationssprüngen in der personalisierten Gesundheitsversorgung eine führende Rolle spielen. Der Suchmaschinen-Gigant Google verlässt seinen klassischen Beritt und erobert den Gesundheitsmarkt.