Im Beitrag
Führung in der Facebook-Ära haben Sie bereits erfahren, was Web 2.0 für die Führungskultur in Unternehmen bedeutet. Der folgende Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie Ihre
Unternehmenskultur im Sinne der neuen Business-Elite umgestalten und daraus Nutzen ziehen:
1. Vom Patriarch zum Chef-Dienstleister Im Social Web ist jeder Anführer zugleich ein Dienstleister. Führung basiert auf Zustimmung, muss (täglich) neu erarbeitet werden und ist deshalb grundsätzlich immer zeitlich begrenzt.
2. Wachstumstreiber Gift Economy GF-Mitarbeiter haben vom Social Web gelernt, dass sie Aufmerksamkeit und Erfolg geschenkt bekommen, wenn sie vorher großherzig mit eigenem Engagement und offener Informationspolitik eingezahlt haben. Verbreiten Sie in Ihrem Unternehmen die Mentalität einer „Gift Economy“: Wer seine Geistesblitze schenkt und nicht hortet, wird mit Erfolg belohnt.
3. Ideen fragen nicht nach Hierarchien – jeder kann wichtig werden Innovatives Handeln ist keine Frage mehr von Herkunft oder Hierarchiestufe. Ihre GF-Mitarbeiter haben im Internet gelernt, dass grundsätzlich jeder Beitrag wichtig sein kann – und jedes noch so abseitige Lebenszeichen aus einer Nische der Massenmarkt von morgen sein könnte.
4. Der Kunde ist der einzig legitime Marken-Vorstand Ihre GF-Mitarbeiter suchen eine völlig neue Haltung zum Kunden. Sie wissen, dass es in der Facebook-Welt keinen Erfolg mehr ohne den Konsens mit dem Kunden gibt. Schärfen Sie sich und Ihren Mitarbeitern immer wieder ein: „Wir haben die Marken oder die Community errichtet, aber der Kunde ist der eigentlich legitime Eigentümer!“
5. Freigeistig wie Wikipedia Portale wie Wikipedia und gelungene Open-Source-Projekte verhöhnen im Grunde die Arbeitswelt, denn sie zeigen, welch gigantische Energien Menschen in Projekte investieren, die sie faszinieren, in denen sie selbstbestimmt agieren können und Aufmerksamkeit dafür erhalten. Die Konsequenz für Ihr Unternehmen: Werden Sie jeden Tag ein bisschen mehr wie Wikipedia, belohnen Sie die Kreativität Ihrer eigenen Mitarbeiter – bevor Ihr Konkurrent es tut.
6. Neigungen respektieren Wer sich im Netz einem Projekt widmet, tut es aus Neigung – dann aber mit maximaler Energie. Setzen Sie Ihre GF-Mitarbeiter nach Neigung und Kompetenz ein (und nicht, um Macht auszuüben).
7. Es gilt der freie Wettbewerb der Ideen Grundsätzlich sollte die gute Idee gegenüber unternehmenspolitischer Rücksichtnahme den Vorzug erhalten. Schaffen Sie in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Abteilung ein innovatives Klima, das einen offenen Wettbewerb zulässt.
8. Selbstorganisation stärken GF-Mitarbeiter streben nach Selbstorganisation in Gruppen und Arbeitsprozessen. Bedenken Sie: Je mehr Sie Selbstorganisation und das Wachsen eigener gruppeninterner Hierarchien stützen, umso effizienter wird die GF-Gruppe arbeiten.